Workshop & Kurs für Entwicklungsteams
Er merkt es nicht. Ein Agent korrigiert einen Fehler in seiner eigenen Argumentation deutlich seltener als denselben Fehler, wenn er von außen kommt. Damit fällt der Reflex weg, auf den sich gerade viele Teams verlassen. Der Widerspruch muss von außen kommen, und den muss jemand bauen. Genau das bauen wir an einem Arbeitstag, in eurem Repo, an einem echten Ticket.
kostenlos · unverbindlich · ehrliche Einschätzung zu eurem Setup
> mach das Login noch schnell fertig
⏺ Klar. Ich lege los …
+ src/auth/session.ts
+ src/auth/middleware.ts
~ src/db/schema.prisma (umgebaut)
✓ Sieht doch schon gut aus.
> das Passwort-Reset geht jetzt nicht mehr
⏺ Guter Punkt. Ich baue das um …
~ src/auth/session.ts (erneut umgebaut)
✳ Denkt nach … (esc to interrupt)
▋
Version 14, immer im Kreis. Der einzige Hebel, der bleibt, ist der nächste Prompt.
Das Muster
Fast jedes Team führt seinen ersten Coding Agent auf dieselbe Weise ein. Jemand installiert das Werkzeug, alle fangen an zu prompten, und eine Woche lang sieht das Ergebnis großartig aus. Dann kippt die Qualität, und zwar leise.
Ein Refactoring repariert eine Stelle und bricht drei andere. Du promptest nach, es wird schlimmer. Der einzige Hebel, der dir bleibt, ist der nächste Prompt.
Tests laufen durch, die Oberfläche sieht richtig aus, der Grenzfall fehlt. Du merkst es nach dem Merge, wenn überhaupt.
Vierhundert geänderte Zeilen aus einer Session. Der Reviewer überfliegt, nickt und hofft. Das Team nennt es Review, gemeint ist Vertrauen.
Nach ein paar Monaten steht Code im Repo, den niemand geschrieben und niemand verstanden hat. Comprehension Debt, und sie wird fällig im Incident.
Was gemessen ist
Salesforce Research hat über 200.000 simulierte Dialoge ausgewertet. Dieselbe Aufgabe, einmal vollständig spezifiziert, einmal über mehrere Runden nachgereicht: Der Abfall liegt im Schnitt bei 39 Prozent über sechs Aufgabentypen. Wer einmal falsch abbiegt, kommt nicht mehr zurück.
Laban et al., „LLMs Get Lost In Multi-Turn Conversation", arXiv 2505.06120
Ein kontrollierter Versuch mit 16 erfahrenen Open-Source-Entwicklern und 246 echten Aufgaben. Vorher erwarteten sie 24 Prozent Zeitersparnis, hinterher schätzten sie 20 Prozent. Gemessen wurden 19 Prozent mehr Zeit. Die Selbsteinschätzung lag um fast vierzig Punkte daneben.
Becker et al., METR, arXiv 2507.09089
Byte-identische Fehlbehauptung, per SHA-256 geprüft, nur die Rolle wechselt. Steht sie im eigenen Gedankengang des Agenten, bleibt sie stehen. Kommt sie von außen, steigt die Korrekturrate um 23 bis 93 Prozentpunkte. Genau deshalb muss die Prüfinstanz außerhalb des Agenten liegen.
Chen et al., „The Self-Correction Illusion", arXiv 2606.05976, Juni 2026
Die gute Nachricht
Eure Leute können programmieren, und das Werkzeug ist gut. Was fehlt, ist ein geschlossener Zyklus, der jede Absicht in kleine prüfbare Stücke zerlegt, für jedes Stück festhält, woran man sein Gelingen erkennt, und jeden Schritt absichert, bevor der nächste beginnt. Das ist die Disziplin, die erfahrene Entwickler ohnehin praktizieren. Sie muss nur so aufgeschrieben werden, dass eine Maschine sie lesen kann.
„Wenn du es in einem Postmortem nicht erklären kannst, hättest du es nicht ausliefern dürfen."
Der Maßstab, der sich durch alles zieht.
So arbeitet ihr danach
Aus dem Wunsch wird ein Vertrag, aus dem Vertrag werden kleine fertige Stücke. Jedes wird geprüft, bevor es als fertig gilt, und der Kontext wird zwischen den Stücken zurückgesetzt. Funktionierende Features beruhen dann auf einem Verfahren statt auf Hoffnung.
> /task .ai/specs/passwort-reset.md T2
⏺ Lese Spec. Bearbeite T2 von 3.
✓ Done-Check T2: Reset-Link läuft nach 30 min ab
✓ Diff: 3 Dateien, 74 Zeilen, review-fähig
✓ Guardrail-Hook: kein force-push auf main
git commit ✓ atomar, Warum im Body
> /clear
Der Aufbau
Sechs Module zu je rund 75 Minuten, stark hands-on, drei bis sechs Teilnehmer. Als Träger nutze ich Claude Code, weil es den saubersten Support für eigene Kommandos, Sub-Agenten und Regel-Dateien hat. Die Methodik überträgt sich eins zu eins auf Codex, Cursor und jeden anderen modernen Coding Agent.
Der Methoden-Kern
Sechs Abschnitte: Why, What, Context, Constraints, Tasks, Done. Jeder Abschnitt schließt eine Tür, die der Agent sonst geöffnet hätte. Ein Task entspricht einer frischen Session, rund drei Dateien, einer prüfbaren Änderung.
Die Prüfung
„Tests laufen durch" taugt nicht als Kriterium, weil sich daran nichts widerlegen lässt. Du lernst, Abnahmekriterien so zu schreiben, dass jemand ohne Kontext sie nachvollziehen kann. Und du baust die Grenzen als Hooks, damit eine Regel nach zwei Stunden noch gilt.
Das Herzstück
Kein Tutorial-Projekt auf der grünen Wiese. Wir nehmen ein Ticket aus eurem Backlog, schreiben die Spec, führen sie aus, reviewen den Diff, committen atomar und löschen die Spec beim Merge. Das ist der Beweis, dass die Methode in eurem Repo trägt.
Jedes Fachwort wird an eurem eigenen Code erklärt, bevor es benutzt wird.
Was ihr mitnehmt
Alles, was wir am Workshop-Tag benutzen, geht mit euch nach Hause und liegt am selben Abend in eurem Repo.
Neun komponierbare Skills für Claude Code und jeden Agenten, der SKILL.md liest: grill-me, brainstorm, domain-model, vertical-slice, tdd, diagnose-bug, deep-module-design, handoff, guardrails. Kleine Züge, die du einzeln greifst und selbst anpasst, statt deinen Prozess an ein großes Framework abzugeben. Als Plugin installierbar, ab Tag eins.
Ein vollständiges .ai/- und .claude/-Setup zum Übernehmen in jedes Repo: Spec-Template, Slash-Commands, CLAUDE.md-Grundgerüst, Alignment-Skills. Ihr verlasst den Tag mit einem Repo, das die Methode schon kennt.
Eines pro Modul, je zwei A4-Seiten, gemacht zum Danebenlegen am Arbeitsplatz. Dazu das Operating Manual als PDF, das den gesamten Stoff zusammenfasst.
Die komplette Übungs-App aus dem Workshop, Next.js mit Prisma und SQLite, samt dem ausgelieferten und committeten Feature. Zum Nachvollziehen, zum Weiterüben, zum Zeigen im Team.
Eine Seite, in Modul 5 gemeinsam erarbeitet: wo Specs bei euch leben, wer reviewt, was in CLAUDE.md gehört, wann ihr von Markdown auf OpenSpec oder SpecKit wechselt.
Der Unterschied
Was sich in eurer Woche ändert
Kommt euch eine davon aus der letzten Woche bekannt vor? Genau dafür ist der Workshop gemacht.
Der Agent baut um, was gestern noch funktioniert hat?
Eine Regel im Prompt ist eine Bitte. Eine Regel im Hook ist eine Grenze. Ihr lernt, welche eurer Konventionen in welche Form gehört.
Eure Diffs sind zu groß geworden, um sie ernsthaft zu prüfen?
Features so schneiden, dass jeder Schritt lieferbar und prüfbar ist. Das Gegengift zu „wir haben drei Schichten gebaut und nichts läuft".
Niemand im Team kann den Code vom letzten Quartal erklären?
Ein Glossar, das die Namen festzurrt, und Architekturentscheidungen mit ihrem Warum. Das Wissen bleibt im Repo, auch wenn die Session weg ist.
Der Agent behauptet fertig und ihr könnt es nicht prüfen?
Ein Done-Check ist erst dann einer, wenn jemand ohne Kontext ihn ausführen und daran scheitern kann. Alles andere ist Hoffnung mit Häkchen.
Das Ticket lautet „wir brauchen ein besseres X"?
Plan Mode, strukturierte Ideenfindung und assumptive Befragung, die eine vage Anfrage so lange zerlegt, bis eine ausführbare Spec dasteht.
Ein Agent dreht sich seit einer Stunde im Kreis?
Bugs brauchen einen fehlschlagenden Test, keine Spezifikation. Und wenn der Agent feststeckt, wechselt ihr den Agenten, statt den Prompt zum zehnten Mal umzuformulieren.
Neue Leute brauchen Wochen bis zum ersten Merge?
Einmal in CLAUDE.md erfasst, wirkt eine Konvention in jeder künftigen Spec. In eine Spec geschrieben, stirbt sie mit ihr beim Merge.
Zehn Leute arbeiten parallel so und keiner weiß, wo was liegt?
Standards gegen Specs, Lebensdauer, Zuständigkeiten. Und die ehrlichen Signale dafür, wann Markdown nicht mehr reicht.
Ihr wollt wissen, welche dieser Situationen bei euch die teuerste ist? Genau dafür ist das Vorgespräch da.
kostenlos · unverbindlich · ehrliche Einschätzung zu eurem Setup
Für wen
Ihr setzt Claude Code, Codex oder Cursor schon ein und seid an die Wand gefahren. Drei bis sechs Leute, mittlere bis seniorige Erfahrung, ein echtes Repo.
Du verantwortest, wie KI-gestützte Entwicklung bei euch eingeführt wird, und willst den schmerzhaften ersten Monat überspringen.
Ihr liefert für Kunden und braucht einen Prozess, der auch dann noch trägt, wenn ein anderes Team den Code übernimmt.
Solo-Entwickler und Indie-Hacker sind ausdrücklich mitgemeint. Für Einzelne gibt es denselben Stoff als Online-Kurs mit sechs Modulen und 36 Lektionen. Welcher Weg für euch passt, klären wir im Vorgespräch.
Über den Trainer
Full-Stack-Software- und AI-Engineer aus Salzburg
Ich habe über zwanzig Jahre Produktivcode geschrieben, in Python, TypeScript, Java und C#/.NET. Lehre als EDV-Techniker, Angewandte Informatik an der Universität Salzburg, danach Full-Stack-Rollen unter anderem bei sproof und an der Digital-Humanities-Plattform der Uni Salzburg.
Mein Schwerpunkt heute ist die Orchestrierung von KI-Agenten, Knowledge Graphs und RAG-Pipelines in echter Entwicklungsarbeit.
20+
Jahre Produktivcode
6
Module, ein Arbeitstag
9
Skills im Starter-Kit
3–6
Teilnehmer pro Gruppe
Ehrlich vorab
Im Vorgespräch prüfen wir gemeinsam, ob euer Team und der Workshop zusammenpassen. Es endet auch mit einem ehrlichen Nein, falls das die richtige Antwort ist.
Der Ablauf
30 Minuten. Wir schauen auf euer Setup, euren Stack und euren Reifegrad und klären ehrlich, ob der Workshop passt.
Arbeitstag wählen, vor Ort oder remote, auf Wunsch als zweimal vier Stunden. Ihr sucht ein repräsentatives Ticket aus dem Backlog.
Sechs Module, stark hands-on. Am Abend sind drei atomare Commits gemergt, das Starter-Kit liegt im Repo, der Adoptionsplan steht.
Häufige Fragen
Ja. Ich nutze Claude Code als Träger, weil es den saubersten Support für eigene Kommandos, Sub-Agenten und Regel-Dateien hat. Die Methode selbst hängt an keinem Werkzeug: Spec, Task, Review, Commit funktioniert in Codex, Cursor und Copilot genauso. Die neun Skills sind reine SKILL.md-Ordner und laufen überall dort, wo ein Agent sie lesen kann.
Nein. Eine Spec beschreibt genau ein Feature, lebt wenige Tage und wird beim Merge gelöscht. Sie ist ein Ausführungsvertrag für einen Agenten, kein Pflichtenheft für ein Quartal. Wer sie länger pflegt als das Feature dauert, hat sie falsch verstanden.
Drei bis sechs. Das Format lebt davon, dass ich jedem einzeln über die Schulter schauen kann, während er seine erste Spec ausführt. Ab sieben Teilnehmern kippt das in eine Vorlesung.
Beides. Vor Ort braucht es einen Raum, Strom, stabiles Internet und einen Beamer. Remote braucht es eine belastbare Videokonferenz. Auf Wunsch teile ich den Tag in zweimal vier Stunden, damit euer Team nicht ganztägig blockiert ist.
Festpreis pro Gruppe, alle Materialien und das Starter-Kit inklusive. Die konkrete Zahl hängt an Gruppengröße, Format und Anreise, deshalb steht sie nicht pauschal hier. Nach dem Vorgespräch bekommt ihr das Angebot innerhalb eines Werktags.
Gerade da. Modul 4 behandelt Discovery in Bestandscode: implizites Wissen herausziehen, bevor die erste Spec entsteht. Ein Agent, der die ungeschriebenen Konventionen eures Repos nicht kennt, rät bei jeder Datei neu.
Nur, wenn die Programmiergrundlagen noch fehlen. Wer sicher in Git und Terminal ist und ein paar Sessions mit einem Coding Agent hinter sich hat, ist genau richtig. Der Workshop überspringt dann den ersten Monat, in dem sonst jedes Team dieselben fünf Fehler macht.
Derselbe Stoff, sechs Module, 36 Lektionen. Der Kurs ist für Einzelne, die im eigenen Tempo arbeiten. Der Workshop bringt ein ganzes Team an einem Tag auf denselben Stand, an eurem eigenen Code, mit einem Adoptionsplan am Ende. Welcher Weg für euch passt, klären wir im Vorgespräch.
Nächster Schritt
30 Minuten, ehrliche Einschätzung, keine Verpflichtung. Wir schauen auf euren Stack, euren Reifegrad und ein konkretes Ticket, das sich als Übungs-Feature eignet. Weil die Gruppen klein bleiben, sind die Termine pro Monat begrenzt.
kostenlos · unverbindlich · ehrliche Einschätzung zu eurem Setup